Being 'n' Beč - Dem Tag die Nacht vorspielen

Probenmitschnitte vom 10.07.2009

 

Fünf Lieder aus dem Programm:

Ordentliche Leut
Wann i amal stirb
Mondscheingschwister
Lichtermeer
Cooler Istanbooler

Die Truppe:

Veronika Humpel (Akkordeon & Stimme)
Andrea Fränzel (Kontrabass)
Herbert Gnauer (Stimme)
Marco Marušić: (Gitarre & Stimme, auf
diesen Aufnahmen leider nicht zu hören)

Düzgün Celebi (Bağlama & Stimme)

Das Projekt:

'Dem Tag die Nacht vorspielen' entstand nach
einem Konzept von Lale Rodgarkia-Dara als
Kooperation des Schrammelklangfestivals '09
und der speis.

Die allgemein unter dem Begriff 'Schrammelmusik'
zusammengefassten musikalischen Strömungen
hatten ihre Ursprünge großteils in den
Wiener Vorstadtlokalen des 19. Jahrhunderts.
Als legitime Erben dieser Orte können unter
anderem die zahlreichen Veranstaltunglokale des
Brunnenmarktviertels betrachtet werden. Damals
wie heute entfaltet sich dort von den 'offiziellen'
Veranstaltungskalendern völlig unbeachtet eine
höchst lebendige Konzertszene. Damals wie
heute spielen dabei migrantische Hintergründe
eine große Rolle.

Auf dieser Grundlage entstand die Idee,
historische Wiener Lieder an eben diese Orten ihres
Ursprungs zurück und mit der Musik heutiger
Migrant/innen zusammen zu bringen.

Das im Rahmen des Projekts gegründete
Ensemble Being 'n' Beč interpretierte
alte und neue Lieder auf Wienerisch, Serbisch
und Türkisch. Dazwischen wurden literarische
Texte von Sophie Reyer, Ana Vlaj-Marwan
und Lale Rodgarkia-Dara gelesen.

Die Elektroakustiker/innen der Elektronik
Teatime - Stephan Roth, Christian Friedrich,
Stefan Fraunberger und Caroline Profanter
transformierten gemeinsam mit der Performerin
Gina Mattiello jedes der insgesamt drei Konzerte.

Das dritte und letzte Konzert dieser Reihe wurde
via 4-Kanal Internet-Stream nach Litschau an den
Schauplatz des Schrammelklangfestivals
übertragen und dort von den elektroakustischen
Musiker/innen als Ausgangsmaterial für ihr simultan
stattfindendes Live Konzert verwendet.

Weitere Details sind unter http://speis.net sowie
http://www.schrammelklang.at nachzulesen.


Fotos: Ena Dozo, Raki Nikahetiya und Stefan Schamberger
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